Schwermetalle
Uran im Trinkwasser alarmiert Behörden
Das Leitungswasser von mindestens 150 Orten weist bedenklich hohe Uran-Konzentrationen auf. Nachdem Foodwatch Alarm geschlagen hat, überlegen Bund und Länder, einen Grenzwert festzulegen.
Aus dem Leitwert des Umweltbundesamtes (UBA) von 10 Mikrogramm Uran je Liter Trinkwasser soll ein verbindlicher Grenzwert werden, wie das Bundesgesundheitsministerium sowie die Länder Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt am Dienstag nach jahrelangen Aufforderungen von Foodwatch ankündigten.
Die Verbraucher-Organisation hatte auf Basis von Länderangaben festgestellt, dass von 8200 gemeldeten Wasser-Messdaten 150 oberhalb von 10 Mikrogramm liegen. Betroffen sind vor allem Baden-Württemberg und Bayern, während Berlin und Nordrhein-Westfalen Entwarnung gaben. Im Körper können Uran und seine Verbindungen zu schweren Nieren- und Leberschäden sowie zu inneren Blutungen führen.
Bisher gibt es in Deutschland keinen allgemeinen Grenzwert für den Uran-Gehalt des Trinkwassers. In der Trinkwasserverordnung ist lediglich festgelegt, dass Trinkwasser so beschaffen sein muss, dass „keine Schädigung der menschlichen Gesundheit“ zu befürchten ist.